1975 bis 2010

1994

Freude über die Bürgermeisterwahl.Auf der SPD-Party nach der Ratssitzung am 7. November 1994 tauschen sich Klaus Helfmeier und Wolfgang Schulte Steinberg über künftige Projekte aus.

Elf und neun

Durch die verbundenen Wahlen (Stadtrat und Kreistag sowie Bundestag) war die Beteiligung an der Abstimmung für den Rat mit 80,0 Prozent relativ hoch, im Jahr 1989 betrug sie nur 67,8 Prozent. Es waren elf Genossinnen und Genossen aus der Kernstadt und neun aus den Stadtteilen, die der Motor des Dreierbündnisses im Stadtrat waren. Aus dem Lippstädter SPD-Ortsverein kamen Elmar Arnemann, Karl-Heinz Brülle, Heinz Gerling, Horst Marin, Walter Neumann, Antonius Schneider, Bernhard Scholl, Lydia Schulte (+), Wolfgang Schulte Steinberg, Marlies Stotz und Hans Zaremba. Nach nur zehn Monaten rückte für Horst Marin der schon von 1969 bis 1989 dem Rat angehörende Heinfried Heitmann nach. Die “Dörfer” waren mit Otto Brand (Lipperode, der infolge des Mandatsverzichtes von Walter Lietz (+) am Tag nach der Wahl vom 16. Oktober 1994 in den Rat kam), Dieter Deimel (Hörste), Herbert Heiermeier (Esbeck), Klaus Helfmeier (Cappel), Hans-Joachim Kayser (Overhagen), Horst Langner (Hellinghausen), Heinz Schapke (Eickelborn), Horst Schneider (Lipperbruch) und Martin Schulz (Bad Waldliesborn) vertreten.

Jugendamt

Das politisch herausragende Ereignis der kurzen Periode der “gestalterischen Mehrheit” von 1994 bis 1997 war zweifellos der Beschluss der Stadtrates vom 30. Januar 1995, mit Wirkung zum 1. Juli 1995 ein Stadtjugendamt einzurichten. Dieser grundlegenden Entscheidung für die Lippstädter Politik war eine über 15jährige Debatte über das Pro und Kontra einer städtischen Jugendbehörde vorausgegangen. Während dieser langen Zeit waren es immer wieder die CDU und die FDP, die den regelmäßigen Anträgen aus der SPD für die Bildung einer stadteigenen und bürgernahen Behörde eine Abfuhr erteilten und stattdessen den wenig effektiven Verbund der Stadt Lippstadt mit dem Kreisjugendamt im fernen Soest den Bestand sicherten. Damit war mehr oder weniger auch schon der Vorrat an Gemeinsamkeiten des Bündnisses aus SPD, Grüne und BG aufgebraucht. Es war die BG, die sich schnell nach einem neuen Partner umsah und den bis zum Juli 1997 in Rietberg tätigen Stadtdirektor Wolfgang Schwade mit dem CDU-Parteibuch auf den gut dotierten Stuhl des Bürgermeisters hievte. Die Union ließ sich nicht lumpen. Sie veränderte mit Unterstützung ihres neuen Partners die Hauptsatzung und schuf für den inzwischen verstorbenen Gerd Sieberts aus der BG das bis zu diesem Zeitpunkt in Lippstadt nicht bestehende Amt eines dritten stellvertretenden Bürgermeisters.

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