1975 bis 2010

2010

Landtagswahlkampf 2010.Zum Gruppenbild mit der Spitzenkandidatin für die Landtagswahl und Landesvorsitzenden der SPD, Hannelore Kraft, formierten sich im April 2010 in der Kleingärtenanlage am Tonhüttenweg von links nach rechts die Sozialdemokraten aus der Kernstadt, Hans-Werner Koch, Marlies Stotz, Hans Zaremba, Margret Schulte Steinberg, Hans-Joachim Danzebrink und Erika Martin.

Marlies Stotz erneut im Landtag

Das zweigeteilte Ergebnis der Wahl am Sonntag, 9. Mai 2010

Nach dem für die Sozialdemokraten verheerenden Ergebnis bei der Bundestagswahl am Sonntag, 27. September 2009, schauten nicht wenige SPD-Mitglieder skeptisch auf Sonntag, 9. Mai 2010, dem Tag der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Doch dieser Urnengang brachte eine zur Jahreswende 2009/10 kaum vorstellbare Überraschung: Die Abwahl der schwarz-gelben Koalition und die Neuauflage des rot-grünen Bündnisses mit Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin in der Staatskanzlei am Rhein.

Zugewinne in Lippstadt

Bemerkenswert und zweigeteilt war das Wahlergebnis für die SPD. Während die SPD im Land mit dem Verlust von 2,6 Punkten gegenüber der Wahl in 2005 auf 34,5 Prozent und ihr schwächstes Resultat seit dem Jahr 1954 erreichte, konnte sie in Lippstadt und im Wahlkreis beachtliche Gewinne erzielen. In Lippstadt waren es 4,1 und im Wahlkreis 3,4 Prozent. In Lippstadt war es zum Vorteil für die Sozialdemokratie, dass ihre Bewerberin Marlies Stotz an der Lippe verwurzelt ist und sich durch ihr langes politisches Engagement einen hohen Bekanntheitswert erworben hat. Durch ihre günstige Platzierung auf der Landesliste kam die Lippstädterin nach 2000 und 2005 in 2010 zum dritten Mal als Abgeordnete in den Landtag.

Schwierige Verhandlungen

Das Resultat der Landtagswahl brachte für Nordrhein-Westfalen eine bislang nicht bekannte Konstellation. Nach dem Einzug der Linken in den Landtag war das Parlament auf fünf Fraktionen angewachsen. Zudem hatten nach dem 9. Mai weder die abgewählte Koalition aus CDU und FDP noch die bisherige Opposition aus SPD und Grüne eine Mehrheit. Zwangsläufig standen schwierige Verhandlungen an, um eine neue Regierung zu bilden. Somit dauerte es bis Mitte Juli, als es der SPD mit Hannelore Kraft als erster Ministerpräsidentin in der Geschichte des Landes zwischen Rhein und Weser gelang, eine rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden. Dass es sich die neue Regierungschefin nach der Landtagswahl und der damit verbundenen schwierigen Situation nicht einfach gemacht hat, belegt schon der lange Weg von der Landtagswahl bis zur ihrer Wahl als Ministerpräsidentin.

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