Vorfahrt für das Fahrrad: Die Lippstädter Fahrradmeile

Riesige Chance für ganz Lippstadt

Vermarktung des Tourismus an Glenne und Lippe

Es war ein grundlegender Beschluss, den der Rat in seiner Sitzung vor Weihnachten 2018 gefasst hat: Die Bündelung der Vermarktung der im Ortsteil Bad Waldliesborn vorgehaltenen und im Lippstädter Rathaus empfohlenen Angebote des Tourismus im Heilbad und in der Gesamtstadt unter dem Dach der KWL (Kultur und Werbung Lippstadt GmbH). Für Mathias Marx, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat, besteht darin „eine riesige Chance für ganz Lippstadt“. Mit Ulrike Sindermann verfügt die KWL für die Vermarktung des Tourismus inzwischen über eine anerkannte Fachkraft, die im Februar vom Rat zur Prokuristin der KWL gewählt wurde.

Strategie und Bewusstsein

Doch bis diese Weichenstellung erreicht werden konnte, war ein langer Weg zurückzulegen. Dies können die Sozialdemokraten mit etlichen öffentlichen Veranstaltungen belegen, die im April 2013 mit dem Dialogabend Tourismus in Lippstadt ihre Kampagne für ein besseres Marketing der touristischen Merkmale der Stadt an der Lippe starteten. Angestoßen durch die Diplomarbeit der heutigen Stadtvertreterin Ute Strathaus im Rahmen ihres Fernstudiums „Betriebswirtschaftslehre“, unterstrich die SPD-Frau im „Alten Brauhaus“ die wirtschaftlichen  Einflüsse des Tourismus. Ebenso stellte sie die Alleinstellungsmerkmale Lippstadts, die historische Altstadt, das Stadttheater und die Lichtpromenade an der Lippe heraus, die stärker beworben werden müssten. Sie forderte zudem die Politik und Wirtschaft auf, eine überzeugende Tourismus-Strategie und ein deutliches Bewusstsein zu entwickeln.

Lippstadt am Dienstag, 23. April 2013: Öffentlicher Tourismusdialog des Lippstädter SPD-Ortsvereins von links mit Christian Ringel (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club), Ute Strathaus (SPD) und Hans Zaremba (Versammlungsleiter), Carmen Harms (Kultur und Werbung Lippstadt GmbH) und Heinrich Horstmann (Leiter des Fachbereichs für Stadtentwicklung und Bauen im Stadthaus).

Randlage und Schnittstelle

Erneut aufgegriffen wurde das von Ute Strathaus angestoßene Thema im September 2014 im von der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) im „Kasino“ durchgeführten und gut besuchten Forum „Tourismus gemeinsam fördern – Kreise bilden eine Gemeinschaft“ unter Leitung des Bundestagsmitglieds Wolfgang Hellmich. Verstärkt wurde dabei die reizvolle Lippstädter Umgebung durch seine Randlage an der Schnittstelle zu Ostwestfalen und dem Münsterland mit drei Regierungsbezirken (Arnsberg, Detmold und Münster) und zwei Bistümern (Münster und Paderborn) betrachtet. Dieser einmalige Umstand an der Peripherie des Kreises Soest mit den Kommunen Wadersloh, Langenberg, Rietberg und Delbrück in den Nachbarkreisen Warendorf, Gütersloh und Paderborn beinhaltet unzählige Perspektiven.