Vorfahrt für das Fahrrad: Die Lippstädter Fahrradmeile

Vom Bahnhof bis zum Stadttheater

Vorfahrt für das Fahrrad nach einem Vorschlag von Steffen Menze

„Vorfahrt für das Fahrrad“ ist seit den 1980er Jahren eine ständige Aufgabe, der sich beharrlich die Sozialdemokraten in Lippstadt widmen. Im Frühjahr 2018 hat der SPD-Ortsverein Lippstadt zu diesem Thema unter Leitung von Karl-Heinz Tiemann extra eine spezielle Projektgruppe eingerichtet. Sie nimmt seitdem – zum Teil in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Lippstadt – bestimmte Gefahrenpunkte für die Radfahrer im Stadtgebiet unter die Lupe. Überwiegend gelingt es den SPD- Inspekteure in Gesprächen mit den Verantwortlichen im Stadthaus, die meisten der von ihnen registrierten Missstände auf dem kurzen Weg abzustellen. Wenn in dieser Form – zum Beispiel aus Kostengründen – keine Lösung gefunden werden kann, landen die Punkte im Umwelt-, Bau-  und Mobilitätsausschuss der Stadt Lippstadt.

Die Woldemei in Lippstadt: Einer der vier Schlüsselpunkte im Papier von Steffen Menze, was das Foto aus seiner Kamera dokumentiert.

Ziele

Nun will sich die Gruppe „Vorfahrt für das Fahrrad“ mit einem größeren Vorhaben beschäftigen, dem von Dr. Steffen Menze erstellten Ideenpapier: Die Lippstädter Fahrradmeile (Vorfahrt für das Fahrrad vom Bahnhof bis zum Stadttheater). In der internen Mitgliederrunde der Sozis aus der Kernstadt und Cappel am Donnerstag, 15. April, 18.00 Uhr, sollen diese Überlegungen diskutiert werden. Das Treffen findet wegen der Corona-Pandemie in Form einer Video-Konferenz statt. Mit seinem Vorschlag beabsichtigt Steffen Menze, folgende Ziele zu erreichen, die hier kurz dargestellt werden: Fortführung und Verbesserung der Erprobung des Radkonzepts in der Woldemei nach Vorbild der skandinavischen Staaten mit stärkerer Gleichberechtigung und baulicher Trennung der Radwege gegenüber den Autospuren, Stärkung des Radverkehrs in der Innenstadt, auch als Anbindung der Radwege in die Ortsteile, Möglichkeiten anzubieten, die Innenstadt mit dem Rad zu erleben, ohne die „gefährliche Cappelstraße zu nutzen, „Fahrradmeile“ als echter Denkanstoß und Aushängeschild für Lippstadts Fahrradklima und Mobilitätskonzept, Ausbau der Radwege-Infrastruktur auch für unsichere/zögerliche oder schnelle Radfahrer (E-Bikes) und Radfahrer mit Überbreite (Lastenräder, Kinderanhänger) – Radstraßen stärken nachweislich auch die anliegenden Geschäfte. Mehr am Donnerstag, 15. April, 18.00 Uhr.

Hans Zaremba